Dienstag, 13. Januar 2015

Wochenendpoesie



Verbrauchte Stunden, ausgegraute Nächte.
Erhoffte Hoffnung verlor sich in einsame Fußmärsche durch feuchte Gassen bis in dunkle Wälder und endeten alleine in der notgedrungenen, selbst gemachten Geborgenheit.
Während man aus dem stillen Zimmer zusieht wie der Tag anbricht - manchmal freundlich und manchmal mitfühlend fast farblos - wird die erwünschte Ruhe abgewartet. Doch kreisen verwirrte Gedanken im Schädel und blitzen rastlos durch die Hirnsynapsen.
Es war doch schon einmal anders und ein anderes mal war es so ähnlich, aber ganz war es schon lange nicht mehr. Man versucht zu lernen wie man alleine zufrieden wird und lächelt einsam vor sich hin wo es niemand sieht. Am Abend vorher haben alle dein Lachen gesehen. Breit grinsend oder mit einem aufgerissenen Mund wie ein Harlekin unterhielt man sich mit Freunden und Fremden, oder unterhielt sie. Es war ein schönes Gefühl, spätestens als die Substanzen die sich darum kümmern sollen, dass sie diese schönen Gefühle hervorrufen, deinen vom Alltag verklemmten Kopf erreichten: Der zweite Teil deines Alltags beginnt zu wirken. Viel zu gefährlich wird die Routine die du Wochenende nennst - viel zu traurig sind die Heimwege am Sonntagmorgen und viel zu weit reicht dieses Gefühl in die Woche hinein...

Donald 2015
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